Für einen deutschen Steinmetzbetrieb besteht der Einstandspreis aus mehr als dem Einkauf des Steins. Auch Anpassungsarbeiten, Transport und Lagerung beeinflussen die Kalkulation. Ein sauber beschriebenes Modell erleichtert den Vergleich.
Grundlagen für den Angebotsvergleich
- Bearbeitung: Sichtflächen, Profile, Bohrungen und Schriftumfang eindeutig benennen.
- Material: Handelsname, Referenzmuster und vereinbarte Sortierung abgleichen.
- Sonderdetails: Reliefs, Radien und Handarbeit getrennt beschreiben.
- Lieferumfang: Verpackung, Transport und Leistungen am Ziel nachvollziehbar erfassen.
1. Fertigungsaufwand
Zuschnitt, Werkzeugwege, Politur und Nacharbeit unterscheiden sich je nach Modell. Fragen Sie bei Varianten danach, welche Bearbeitung sich tatsächlich ändert.
Ein wiederkehrendes Profil lässt sich anders planen als eine neue plastische Form. Daraus folgt aber kein fester Preisnachlass; Material, Menge und Auslastung werden im aktuellen Angebot berücksichtigt.
2. Material und Sortierung
Zwei ähnlich bezeichnete schwarze oder graue Steine müssen nicht dieselbe Herkunft, Struktur oder verfügbare Qualität haben. Vergleichen Sie deshalb die konkrete Materialfreigabe.
- Dunkle Steine: Farbe, sichtbare Mineralzeichnung und gewünschte Eignung für Laserbilder am Muster prüfen.
- Helle und gemaserte Steine: Gesteinsbild und Wirkung der geplanten Schriftfläche gemeinsam beurteilen.
Sortierungsbezeichnungen wie „A“ oder „B“ sind ohne Beschreibung nicht selbsterklärend. Lassen Sie festhalten, welches Erscheinungsbild und welche Abweichungen akzeptiert werden.
3. Kontur und Sonderbearbeitung
Wiederkehrende Grundformen
Gerade Hochsteine, Breitsteine und definierte Bogenformen können als Modellfamilie beschrieben werden. Einheitliche Zeichnungen vereinfachen die Angebots- und Fertigungsplanung.
Reliefs und besondere Oberflächen
Plastische Ornamente, komplexe Übergänge oder besondere Kanten erhöhen den Bearbeitungsumfang. Entscheidend ist der konkrete Entwurf, nicht allein die Bezeichnung „Sonderanfertigung“.
Eine aufwendigere Gestaltung garantiert keine höhere Handelsspanne. Prüfen Sie den gesamten Aufwand bis zum fertigen Kundenauftrag, einschließlich Beratung und Nacharbeit.
4. Verpackung und Transport
Ergänzen Sie zum Werkspreis die bestätigten Kosten für Kisten, Fracht und Leistungen am Ziel. Benannter Lieferort und Leistungsumfang müssen in jedem Vergleichsangebot gleich sein.
Für eine belastbare Kalkulation benötigen Sie:
- Eine Kistenliste mit tatsächlichen Maßen und Bruttogewichten; keine pauschale Grabmalanzahl je Container.
- Einen Vergleich von LCL und FCL auf derselben Route einschließlich der anfallenden Abwicklung.
Ein Angebot beim Hersteller anfragen
Boda Stone kalkuliert anhand Ihrer Zeichnungen, Materialangaben und Mengen. Offene Ausführungsdetails werden vor der Preisbestätigung geklärt.
Senden Sie Ihre aktuelle Modellliste und den gewünschten Lieferort. Kennzeichnen Sie Varianten, die separat angeboten werden sollen. Kontaktieren Sie noch heute unser B2B-Vertriebsteam
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie lange dauert die Fertigung bei Boda Stone?
Die Fertigung dauert in der Regel etwa 30 Tage, sobald die Anzahlung von 30 % eingegangen und Zeichnungen sowie Materialangaben freigegeben sind. Für aufwendige Sonderanfertigungen gilt der schriftlich bestätigte Termin der Pro-forma-Rechnung. Die Seefracht kommt zeitlich hinzu.
Welche CAD-Unterlagen werden vor der Produktion freigegeben?
Ja, der benötigte CAD-Umfang wird anhand der Unterlagen abgestimmt. Die Fertigung erfolgt nach dem schriftlich freigegebenen Stand.
Lassen sich verschiedene Modelle und Materialien zusammen bestellen?
Ein Mix verschiedener Modelle und Materialien wird anhand von Kistenvolumen, Gewicht und Verpackung geprüft.