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Einkaufsratgeber

Granitgrabmale prüfen: sechs Punkte für die Abnahme

Eine nachvollziehbare Abnahme verbindet Zeichnung, Materialmuster und Prüfnachweise.

· 5 Minuten Lesezeit ·

Das Wichtigste auf einen Blick

Legen Sie vor der Bestellung fest, was gemessen, verglichen und fotografiert werden soll. Allgemeine Qualitätsversprechen ersetzen diese Vereinbarung nicht.

Die 6-Punkte-Checkliste zur Qualitätskontrolle für Granitgrabmale im Großhandel

Wenn Teile einer Grabanlage nicht zusammenpassen, entsteht im Betrieb zusätzlicher Aufwand. Eine Prüfung vor dem Versand sollte deshalb auch die spätere Zuordnung und Verarbeitung berücksichtigen.

Die folgenden sechs Punkte sind eine Grundlage für Ihren Prüfplan. Welche Kriterien gelten, hängt vom Modell, Material und vereinbarten Lieferzustand ab.

1. Material und Charge

Granit ist ein Naturmaterial. Vergleichen Sie Farbe und Gesteinsbild mit der freigegebenen Referenz und betrachten Sie zusammengehörige Teile gemeinsam.

  • Prüfgrundlage: Bezeichnetes Materialmuster und vereinbartes Erscheinungsbild.
  • Zu klären: sichtbare Auffälligkeiten, natürliche Variation und zulässige Unterschiede innerhalb einer Grabanlage. Eine absolute Farbgleichheit ist keine allgemeine Natursteineigenschaft.

2. Maße und Anschlussdetails

Besonders bei Einfassungen, Sockeln und Ergänzungen zu vorhandenen Anlagen sind eindeutige Anschlussmaße wichtig.

Details der Grabmalfertigung

  • Prüfgrundlage: Aktuelle Zeichnung mit Maßeinheit und vereinbarten Toleranzen.
  • Zu prüfen: Außenmaße, Stärke, Profile, Bohrungen und relevante Auflageflächen. Benennen Sie die Messpunkte, damit Lieferant und Käufer dieselben Maße vergleichen.

3. Oberflächen und Politur

Der Oberflächeneindruck wird von Gestein, Bearbeitung und Licht beeinflusst. Prüfen Sie Gleichmäßigkeit und Übergänge auf der tatsächlich gelieferten Fläche.

  • Prüfgrundlage: Freigegebene Oberfläche; eine Glanzmessung nur mit vereinbarter Methode.
  • Ein GU-Wert ist ohne Messwinkel, Messpunkte und Referenz nicht vergleichbar. Er belegt weder Frostbeständigkeit noch eine allgemeine Mindestqualität. Auch sichtbare Schleifspuren gehören in die Beurteilung.

4. Kanten und Profile

Kanten zeigen Bearbeitungs- und Handhabungsspuren besonders deutlich. Bei geformten Steinen sind auch Übergänge zwischen Kontur und Sichtfläche zu prüfen.

  • Prüfgrundlage: Gezeichnetes Kantenprofil und vereinbarte Oberfläche.
  • Zu prüfen: Fasenverlauf, Ausbrüche, Druckstellen und Übergänge. Bei rustikaler Bearbeitung muss das gewünschte Erscheinungsbild anhand einer Referenz feststehen.

Granit-Qualitätsprüfungsprozess

5. Schrift und Motive

Inschrift, Relief und Laserbild werden mit der freigegebenen Vorlage verglichen. Inhaltliche Richtigkeit und handwerkliche Ausführung sind getrennte Prüfpunkte.

  • Prüfgrundlage: Aktuelle Schrift- oder Motivdatei mit eindeutiger Versionsangabe.
  • Was wir suchen:
    • Gestrahlte Schrift: Schreibweise, Position, Tiefe und Kantenbild.
    • Relief: Proportionen, Lage und vereinbarter Detailgrad.
    • Laserbild: Ausschnitt, Ausrichtung, Kontrast und erkennbare Details.

6. Verpackung und Kennzeichnung

Die Verpackung muss empfindliche Bauteile schützen und ihre Zuordnung bei der Annahme ermöglichen. Sie wird anhand der tatsächlichen Sendung geplant.

  • Prüfgrundlage: Kistenplan, Bauteilliste und erforderliche Verpackungsangaben. ISPM-15
  • Zu prüfen: Schutz von Kanten und Sichtflächen, innere Abstützung, Kistenkennzeichnung und Übereinstimmung mit der Packliste. Anforderungen an Holzverpackungen und mechanischer Bauteilschutz sind getrennt zu beurteilen.

Prüfergebnisse nachvollziehbar dokumentieren

Fotos sollten Bauteilnummern und relevante Details erkennen lassen. Für Maßkontrollen sind Aufnahmen mit eindeutig zugeordnetem Messpunkt hilfreicher als allgemeine Werkstattbilder.

Halten Sie Abweichungen und deren Klärung vor der Versandfreigabe schriftlich fest. Eine Checkliste reduziert Unklarheiten, beseitigt aber nicht jedes Transport- oder Fertigungsrisiko.

Stimmen Sie mit uns ab, welche Prüfunterlagen Ihr Betrieb für die Freigabe benötigt.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie lange dauert die Fertigung bei Boda Stone?

Die Fertigung dauert in der Regel etwa 30 Tage, sobald die Anzahlung von 30 % eingegangen und Zeichnungen sowie Materialangaben freigegeben sind. Für aufwendige Sonderanfertigungen gilt der schriftlich bestätigte Termin der Pro-forma-Rechnung. Die Seefracht kommt zeitlich hinzu.

Welche CAD-Unterlagen werden vor der Produktion freigegeben?

Der vereinbarte CAD-Umfang wird vorab abgestimmt. Für die Fertigung zählt die schriftlich freigegebene Zeichnung.

Lassen sich verschiedene Modelle und Materialien zusammen bestellen?

Ein Modellmix ist nach Prüfung möglich. Jeder Satz braucht eindeutige Bauteilnummern und eine Zuordnung in der Packliste.

Planen Sie eine Grabmalbestellung?

Schicken Sie uns eine Zeichnung oder ein Produktfoto, Maße, Granitsorte, Stückzahlen und den Zielhafen. Wir besprechen die Ausführung mit Ihnen und erstellen ein passendes Angebot.

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